Lizenzen, Hosting und Wartung stehen auf der Rechnung. Die Stunden, die Marketing und Vertrieb mit einer in die Jahre gekommenen Website verlieren, stehen nirgends, ebenso wenig die Anfragen, die nie ankommen. Ein Kostenvergleich über fünf Jahre bringt beides zusammen und gibt Geschäftsführung und Einkauf eine belastbare Grundlage für die Entscheidung.
Das Angebot für eine neue Website liegt auf dem Tisch der Geschäftsführung. Daneben die Kostenaufstellung für die bestehende Seite: ein paar Positionen, alle überschaubar, alles längst bezahlt. Die Frage des Geschäftsführers liegt nahe. Warum sollten wir für etwas Neues zahlen, wenn das Alte läuft?
Dieser Vergleich enthält allerdings nur, was jemand in Rechnung stellt. Die Stunden des eigenen Teams fehlen darin genauso wie entgangene Anfragen und das Risiko veralteter Software. Gerade diese Posten wachsen mit jedem Jahr, das ein System älter wird.
Das Wichtigste in Kürze
- //Lizenzen, Hosting, Wartung und Sicherheitsupdates sind die sichtbaren Kosten einer Website.
- //Wartezeiten, doppelte Datenpflege, Agentur-Tickets und veraltete Plugins kosten Geld, ohne dass eine Rechnung kommt.
- //Eine langsame oder mobil schlecht nutzbare Seite verliert Anfragen, die in keinem Bericht auftauchen.
- //Ein TCO-Vergleich über fünf Jahre stellt Weiterbetrieb und neue Lösung fair nebeneinander.
- //Die Zahlen erheben Sie am besten gemeinsam mit IT, Vertrieb und Controlling.
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Was die Buchhaltung kennt
Warum die Kostenaufstellung so harmlos aussieht
Die sichtbaren Kosten kennt Ihre Buchhaltung. Sie kommen monatlich oder jährlich, und hinter jeder steht ein Lieferant. Da sind zuerst die Lizenzgebühren für das CMS (Content-Management-System, also die Software, mit der Ihr Team Inhalte pflegt), dazu kostenpflichtige Plugins, Themes oder eine Erweiterung für Übersetzungen.
Dann das Hosting mit Servern, Domains, SSL-Zertifikaten und Backups, bei manchen Seiten auch einem CDN (Content Delivery Network), das Inhalte über verteilte Server schneller ausliefert. Der dritte Posten ist die Wartung: vertraglich vereinbarte Stunden bei der Agentur oder der internen IT für Updates, Fehlerbehebung und kleine Anpassungen.
Sicherheitsupdates laufen oft unter Wartung mit, verdienen aber einen eigenen Blick. CMS-Kern, Plugins und Serversoftware müssen regelmäßig aktualisiert werden. Danach sollte jemand testen, weil ein Update gern eine andere Funktion beschädigt, zum Beispiel das Kontaktformular.
Alle diese Posten lassen sich planen. Bei älteren Systemen steigt allerdings vor allem der Wartungsanteil, weil jede Änderung mehr Vorsicht und mehr Tests braucht. Und sie zeigen nur einen Teil dessen, was die Website Ihr Unternehmen tatsächlich kostet.
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Was nirgends verbucht wird
Wo Geld versickert, ohne dass jemand eine Rechnung schreibt
Die versteckten Kosten verteilen sich auf Marketing, Vertrieb, IT und Produktmanagement. Jede Abteilung trägt einen Teil davon, zusammengezählt hat sie meist niemand. Am deutlichsten merkt man sie beim Warten.
Nehmen Sie die neue Preisliste im Jänner oder ein geändertes Zertifikat, das auf jeder betroffenen Produktseite ausgetauscht werden muss. Läuft jede solche Änderung über die Agentur oder die IT, vergehen Tage, manchmal Wochen. So lange steht online eine falsche Information, oder sie fehlt ganz. Bezahlt wird das mit verzögerten Veröffentlichungen und mit den Stunden, die für Mails und Abstimmung draufgehen.
Ähnlich ist es mit der doppelten Pflege. Produktdaten stehen im ERP (Enterprise Resource Planning, also dem Warenwirtschaftssystem), im Katalog, auf der Website und in den Datenblättern. Wer sie an jeder Stelle einzeln pflegt, verliert Zeit und erzeugt Widersprüche, die meist zuerst Kunden oder dem Vertrieb auffallen.
Viele ältere Systeme erlauben der Redaktion außerdem nur Textänderungen. Braucht die Produktmanagerin einen neuen Abschnitt, ein anderes Layout oder ein zusätzliches Formular, wird daraus ein Ticket bei der Agentur. Jedes davon kostet Abstimmungszeit und wird einzeln verrechnet.
Teurer kann es bei der Sicherheit werden. Plugins, die ihr Hersteller nicht mehr pflegt, bleiben oft installiert, weil irgendeine Funktion daran hängt. Jede bekannte Schwachstelle darin ist ein offenes Risiko. Kommt es zu einem Vorfall, zahlen Sie für Wiederherstellung und Kommunikation, unter Umständen greifen auch Meldepflichten nach der DSGVO.
Am schwersten zu greifen sind die Anfragen, die nie ankommen. Lädt die Seite langsam oder funktioniert sie auf dem Smartphone schlecht, springen Besucher ab, bevor sie das Kontaktformular erreichen. Auch Einkäufer im B2B recherchieren mobil und vergleichen mehrere Anbieter nebeneinander. In keinem Bericht taucht dieser Verlust auf, weil die Anfrage nie eingegangen ist.
Irgendwann kommt dann der Wunsch nach einer neuen Sprache oder einem neuen Land. Spätestens da zeigt sich, wie das System gebaut ist. Bei vielen älteren Lösungen heißt das, die ganze Seite zu kopieren und getrennt zu pflegen. Jede weitere Sprache vervielfacht damit den Aufwand für jede künftige Änderung.
Sie entstehen im eigenen Haus und bleiben deshalb meist unsichtbar.
Drei Kostenblöcke, die in keiner Rechnung stehen
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Interne Arbeitszeit
Stunden für Abstimmung, doppelte Pflege und das Warten auf Umsetzung. Bezahlt werden sie als Gehalt, im Website-Budget tauchen sie nicht auf.
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Entgangene Anfragen
Besucher, die wegen langer Ladezeit, fehlender Inhalte oder schlechter mobiler Darstellung abspringen. Als Verlust erscheinen sie in keiner Statistik.
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Risiko und Abhängigkeit
Veraltete Komponenten und Wissen, das bei einzelnen Personen oder einer einzigen Agentur liegt. Was das kostet, merken Sie erst bei einem Vorfall oder einem Wechsel.
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Total Cost of Ownership
Rechnen Sie über fünf Jahre, nicht über ein Budgetjahr
Total Cost of Ownership, kurz TCO, meint die Gesamtkosten eines Systems über seine Nutzungsdauer: Anschaffung, laufender Betrieb, interne Arbeitszeit, Anpassungen und am Ende die Ablösung. Ihr Einkauf kennt das Prinzip von Maschinen und Fahrzeugen. Bei Websites wendet es kaum jemand an.
Fünf Jahre sind ein üblicher Planungshorizont für Investitionen. In dieser Zeit können laufende Kosten die Anschaffung überholen, und trotzdem lässt sich noch belastbar schätzen. Rechnen Sie zwei Szenarien durch. Im ersten betreiben Sie das bestehende System weiter, samt absehbarer Pflichtausgaben wie einem erzwungenen Versions-Update oder einem Hosting-Wechsel. Im zweiten führen Sie eine neue Lösung ein und zählen Einführung, Schulung und Datenmigration mit.
Bei einer DXP (Digital Experience Platform) auf Basis von Storyblok verteilen sich die Kosten der neuen Lösung auf zwei Verträge. Die Storyblok-Lizenz schließen Sie direkt mit Storyblok ab. Werbeberg verkauft keine Lizenzen, hilft Ihnen aber bei der Auswahl des passenden Plans. Von uns kommen Konzeption, Frontend-Entwicklung, Schnittstellen und Betreuung. Beide Verträge gehören in das zweite Szenario.
Aussagekräftig wird der Vergleich erst, wenn Sie interne Stunden mit einem internen Stundensatz bewerten. Den Satz liefert Ihr Controlling. So werden Posten vergleichbar, die sonst als „ohnehin da“ gelten.
Die günstigste Website ist selten die mit der kleinsten Rechnung.
Für die Erhebung haben wir eine Vorlage mit elf Positionen zusammengestellt, die Sie unten als PDF anfordern können. Sie beginnt mit dem, was ohnehin auf Rechnungen steht: Lizenzen, Hosting samt Domains und Backups, Wartung und die Tests nach Sicherheitsupdates. Danach kommen die internen Posten, also Agentur-Tickets für Änderungen, Stunden für doppelte Datenpflege und die Zeit, die Ihr Team mit Abstimmung und Warten verbringt.
Für jede dieser Positionen tragen Sie einen Jahreswert ein und rechnen ihn auf fünf Jahre hoch. Wo es keine Rechnung gibt, schätzen Sie Stunden und bewerten sie mit dem internen Stundensatz. Zwei weitere Positionen betreffen den ganzen Planungszeitraum: der Aufwand für neue Sprachen oder Länderseiten und absehbare Pflichtausgaben wie ein Versions-Update.
Die letzten beiden Positionen sind Schätzungen, nämlich entgangene Anfragen, bewertet mit einem durchschnittlichen Auftragswert, und eine Rücklage für Sicherheitsvorfälle und Wiederherstellung. Stimmen Sie die Annahmen dafür mit Vertrieb und IT ab und schreiben Sie sie offen dazu. Ein Business Case mit nachvollziehbaren Annahmen überzeugt mehr als einer mit scheinbar exakten Zahlen.
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Zum Weiterleiten
Die Kurzfassung für Ihre Kollegen
Für Geschäftsführung und Einkauf, zum direkten Weiterleiten:
Unsere Website kostet mehr als Lizenzen, Hosting und Wartung. Interne Arbeitszeit und Wartezeiten stehen in keiner Rechnung.
Veraltete Plugins sind ein Sicherheitsrisiko, dessen Kosten erst bei einem Vorfall sichtbar werden.
Eine langsame oder mobil schlecht nutzbare Seite kostet Anfragen, die wir nicht messen können, weil sie nie eingehen.
Ich schlage einen TCO-Vergleich über fünf Jahre vor: Weiterbetrieb gegen neue Lösung.
Eine Vorlage mit allen elf Kostenpositionen liegt bei. Die Zahlen erheben wir gemeinsam mit IT, Vertrieb und Controlling.
Elf Kostenpositionen auf einer Seite
TCO-Vorlage zum Download
Die Rechner-Vorlage als PDF: elf sichtbare und versteckte Kostenpositionen mit Feldern für Ihre eigenen Werte über fünf Jahre, dazu Platz für Ihre Annahmen. Zum Ausfüllen und Weiterleiten an Geschäftsführung und Einkauf.
Digital Experience Platform
Wie eine DXP Ihre Kostenstruktur verändert
Auf unserer Lösungsseite sehen Sie, wie eine DXP auf Basis von Storyblok aufgebaut ist und welche der beschriebenen Kostenblöcke sie betrifft.
Kostenloses Erstgespräch
Kosten gemeinsam durchgehen
Sie möchten Ihre Kostenpositionen mit jemandem durchgehen, der Website-Projekte aus Agentursicht kennt? Im Erstgespräch schauen wir uns Ihre Situation an und besprechen, welche Posten Sie erheben sollten.
Werbeberg ist seit 2017 Storyblok Certified Partner und vereint Kommunikation, Film und Software unter einem Dach.
Sie möchten Ihre Kostenpositionen mit jemandem durchgehen, der Website-Projekte aus Agentursicht kennt? Im Erstgespräch schauen wir uns Ihre Situation an und besprechen, welche Posten Sie erheben sollten.
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