Zwei Stahlteile, die nicht ineinanderpassen, daneben ein grüner Gummihammer

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Wenn das Datenblatt online nicht zum ERP passt

Produktdaten, Preise und Kundenanfragen liegen in Industrieunternehmen meist in drei getrennten Systemen: PIM, ERP und CRM. Wer diese Daten für die Website von Hand überträgt, pflegt doppelt und baut Fehler ein. Eine DXP (Digital Experience Platform) holt die Daten per Schnittstelle direkt aus der Quelle und spielt sie auf der Website und weiteren Kanälen aus.

Nach einer Zertifikatsänderung passt das Produktmanagement bei einer Pumpenserie zwei technische Werte an. Im ERP stimmt alles am selben Tag. Auf der Website steht noch Monate später das alte Datenblatt, weil die Änderung über eine Excel-Datei, zwei Postfächer und eine Redakteurin laufen musste, die gerade andere Sorgen hatte. Der Servicetechniker, der beim Kunden das Datenblatt am Tablet öffnet, arbeitet mit den alten Werten.

Solche Lücken entstehen, weil jedes System für seine eigene Aufgabe angeschafft wurde und niemand die Verbindung zur Website mitgeplant hat. Je mehr Datenquellen eine DXP sauber einbindet, desto weniger muss Ihr Team von Hand übertragen. Damit das klappt, sollten IT, Produktmanagement und Marketing vorher ein paar Fragen gemeinsam beantworten.

Most important facts

  • //PIM, ERP und CRM haben jeweils eine eigene Aufgabe und bleiben für ihre Daten das führende System.
  • //Wer Produktdaten über Excel und Copy-and-paste auf die Website bringt, bekommt Tippfehler und veraltete Datenblätter.
  • //Eine DXP übernimmt Produktdaten per API und schickt Anfragen von der Website direkt ins CRM.
  • //Ob eine direkte API-Anbindung oder eine Middleware passt, hängt von Anzahl und Art der Systeme ab.
  • //Datenqualität, Zuständigkeiten und Aktualisierungstakt sollten vor dem Projektstart geklärt sein.

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Der Weg ins CMS

Warum die Website dem ERP hinterherläuft

Der Weg eines Produkts auf die Website sieht in vielen Unternehmen ähnlich aus. Das Produktmanagement exportiert Daten aus dem ERP in eine Excel-Datei und ergänzt Texte. Die Datei geht ans Marketing, und dort kopiert jemand die Inhalte ins CMS. Bei jedem neuen Produkt und jeder Änderung beginnt das Ganze von vorn.

Beim Abtippen vertauscht jemand zwei Werte oder setzt ein Komma falsch, und bei technischen Angaben fällt das erst auf, wenn ein Kunde nachfragt. Das PDF-Datenblatt bleibt nach einer Produktänderung unverändert liegen, weil niemand daran gedacht hat. Website, Katalog und Angebot nennen irgendwann unterschiedliche Werte, und die englische Version hängt dem deutschen Stand ohnehin hinterher.

Dazu kommt, dass meist nur ein oder zwei Leute wissen, wie dieser Ablauf im Detail funktioniert. Ist eine davon krank oder hat das Unternehmen verlassen, bleibt die Aktualisierung liegen.

Jede Kopie ist eine weitere Stelle, an der Daten auseinanderlaufen können. Kommt eine neue Sprache dazu, verdoppelt sich die Zahl der Kopien, die jemand im Blick behalten muss.

Bei solchen Projekten liegen fast immer drei Systeme auf dem Tisch. Im PIM (Product Information Management) pflegen Produktmanagement und Marketing technische Merkmale, Beschreibungen, Bilder, Datenblätter und Übersetzungen. Dort entsteht die saubere Produktbeschreibung.

Das ERP (Enterprise Resource Planning) steuert die kaufmännischen Abläufe, also Artikelnummern, Preise, Lagerbestände, Lieferzeiten und Aufträge. In vielen Industriebetrieben ist es das älteste System im Haus und am tiefsten mit allen Abteilungen verwachsen. Das CRM (Customer Relationship Management) verwaltet Kontakte und Verkaufschancen. Vertrieb und Marketing sehen dort, wer wann angefragt hat und wie weit ein Kontakt schon ist.

Nicht jedes Unternehmen hat ein eigenes PIM. Dann liegen die Produktdaten im ERP oder in Tabellen. Eine Anbindung ist trotzdem möglich, es ändert sich nur die Antwort auf die Frage, wo welche Daten gepflegt werden.

Drei Systeme, drei Rollen

Wer liefert was an die DXP?

Icon: Produktdatenblatt aus dem PIM

PIM

Liefert technische Merkmale, Beschreibungen, Bilder, Datenblätter und Übersetzungen. Die DXP zeigt diese Daten auf Produktseiten, in Filtern und in Vergleichen.

Icon: Lager und Preis aus dem ERP

ERP

Liefert kaufmännische Daten wie Artikelnummern, Preise, Verfügbarkeiten oder Lieferzeiten, soweit sie online sichtbar sein sollen. Die DXP zeigt sie an, verändert sie aber nicht.

Icon: Kontaktanfrage im CRM

CRM

Bekommt Daten von der DXP. Kontaktanfragen, Downloads und Newsletter-Anmeldungen landen als Lead beim Vertrieb, ohne dass sie jemand abtippen muss.

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Schnittstelle statt Excel

Die Website holt sich die Daten selbst

Die Verbindung läuft über eine API (Application Programming Interface). Das ist eine fest definierte Schnittstelle, über die zwei Systeme Daten austauschen. Die DXP fragt dort beim PIM oder ERP nach oder bekommt bei jeder Änderung automatisch Bescheid, und die Excel-Datei zwischen Produktmanagement und Marketing fällt weg.

Bei einer DXP auf Basis von Storyblok bleibt die Arbeitsteilung klar. Storyblok ist ein Headless CMS, es verwaltet Inhalte getrennt von der Darstellung und liefert sie über APIs aus. Texte, Anwendungsbeispiele und Referenzen pflegt das Marketing in Storyblok. Die Produktdaten kommen aus dem PIM, Preise und Verfügbarkeiten bei Bedarf aus dem ERP, und das Frontend setzt alles auf der Produktseite zusammen.

In die andere Richtung funktioniert es genauso. Fragt ein Distributor aus Skandinavien über das Formular auf der Website nach einem Ersatzteil, gibt die DXP die Angaben an das CRM weiter. Der Vertrieb sieht die Anfrage dort samt dem Produkt, um das es geht, und muss nichts aus einer E-Mail herauskopieren.

Damit das zuverlässig läuft, braucht es eine Spielregel, die vor der ersten Zeile Code feststeht. Jede Information wird in genau einem System gepflegt, Fachleute sprechen von Single Source of Truth. Alle anderen Systeme übernehmen die Daten von dort und ändern sie nicht.

Jede Information hat genau ein führendes System, alle anderen lesen nur mit.

In der Praxis kommen technische Daten und Produkttexte dann aus dem PIM, Artikelnummern, Preise und Bestände aus dem ERP. Kontakte und Anfragen gehören ins CRM. Redaktionelle Inhalte, Seitenaufbau und Landingpages pflegt das Marketing in der DXP.

Im Einzelfall kann die Aufteilung anders aussehen, etwa wenn die Marketingtexte zu Produkten im CMS statt im PIM entstehen. Das ist in Ordnung, solange die Regel schriftlich festgehalten ist und alle Beteiligten sie kennen. Treffen Sie diese Festlegung früh, denn viele weitere Entscheidungen im Projekt bauen darauf auf.

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Vor dem Start

Direkt verbinden oder über eine Zwischenschicht?

Bei der direkten Anbindung spricht die DXP ohne Umweg mit der Schnittstelle des PIM oder ERP. Das passt gut, wenn wenige Systeme beteiligt sind und diese eine ordentlich dokumentierte API haben.

Die Alternative ist eine Middleware, also eine eigene Integrationsschicht zwischen den Systemen. Sie holt Daten ab, wandelt Formate um und verteilt sie an mehrere Empfänger. Im Konzern ist das oft eine bestehende Integrationsplattform. Es kann aber auch eine Automatisierung mit Werkzeugen sein, die Systeme ohne großen Programmieraufwand verbinden.

Welcher Weg passt, klärt sich meist in einem Gespräch mit der IT. Hat das Quellsystem überhaupt eine API, oder gibt es nur Dateiexporte? Gibt es im Konzern schon eine Integrationsplattform, die genutzt werden soll? Wie viele Systeme brauchen dieselben Daten, und wer betreut die Schnittstelle nach dem Go-live?

Eine Schnittstelle transportiert die Daten so, wie sie im Quellsystem stehen. Sind im PIM Felder leer oder Einheiten mal so, mal anders gepflegt, steht genau das später auf der Website. Wer die Datenqualität vor dem Projektstart prüft, spart sich viele Korrekturschleifen.

Genauso wichtig sind klare Zuständigkeiten. An einer Anbindung hängen IT, Produktmanagement, Marketing und Vertrieb, jeweils mit eigenen Prioritäten. Legen Sie fest, wer für welche Daten verantwortlich ist und wer reagiert, wenn eine Übertragung in der Nacht fehlschlägt.

Offen ist dann noch der Takt. Produkttexte ändern sich selten, Verfügbarkeiten unter Umständen mehrmals am Tag. Für jede Datenart lohnt die Frage, ob eine nächtliche Übertragung reicht oder ob Änderungen sofort sichtbar sein müssen. Die Antwort beeinflusst Aufwand und Architektur der Anbindung.

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Zum Weiterleiten

Die Kurzfassung für Ihre Kollegen

Für IT und Marketing, zum Übernehmen in die nächste Mail:

  • Wir wollen Produktdaten nur noch an einer Stelle pflegen und auf der Website und weiteren Kanälen automatisch ausspielen.

  • Dafür legen wir fest, welches System für welche Daten führend ist (PIM, ERP, CRM, CMS).

  • Die DXP übernimmt die Daten per API. Ob direkt oder über eine Middleware, entscheiden wir gemeinsam mit der IT.

  • Anfragen von der Website landen ohne Abtippen im CRM.

  • Vor dem Start prüfen wir Datenqualität, Zuständigkeiten und den nötigen Aktualisierungstakt.

Zum Weiterleiten an IT und Marketing

Checkliste Systemanbindung

Die Checkliste sammelt die Fragen, die vor der Anbindung von PIM, ERP und CRM an eine DXP geklärt sein sollten. Damit einigen sich IT und Marketing auf führende Systeme, Schnittstellen, Zuständigkeiten und den Aktualisierungstakt, bevor das Projekt startet. Als PDF zum Weitergeben im Team.

DXP von Werbeberg

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Wie Werbeberg DXP-Projekte auf Basis von Storyblok umsetzt, lesen Sie auf unserer Lösungsseite.

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Sie möchten wissen, wie sich Ihr PIM, ERP oder CRM an eine DXP anbinden lässt? Im Erstgespräch sehen wir uns Ihre bestehenden Systeme an und klären, welcher Weg zu Ihrer IT passt.

Werbeberg ist seit 2017 Storyblok Certified Partner und entwickelt Frontend und Schnittstellen im eigenen Team.

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