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Wer darf die polnische Seite ändern?

Konzerne mit Standorten in mehreren Ländern brauchen eine Website, auf der die Zentrale gemeinsame Inhalte steuert und die Landesgesellschaften lokal ergänzen. Eine DXP (Digital Experience Platform) regelt über Rollen und Freigaben, wer übersetzt, prüft und veröffentlicht. Ein Komponenten-Baukasten sorgt dafür, dass das Corporate Design in jeder Sprache gleich bleibt.

Die Zentrale stellt eine neue Produktlinie vor. Die deutschen Texte sind fertig, die Tochter in Polen braucht sie in drei Wochen, weil dann die Servicetechniker vor Ort geschult werden, und der Vertriebsleiter in Frankreich zeigt lieber eigene Referenzen als die aus Österreich. Gleichzeitig soll niemand in Warschau versehentlich die deutsche Startseite umbauen.

Dafür muss vorher feststehen, wie die Sprachen im System angelegt sind und wer am Ende auf Veröffentlichen klicken darf. Die Beispiele stammen aus Storyblok, die Prinzipien gelten aber für die meisten Headless-CMS, also Systeme, die Inhalte getrennt von der Darstellung verwalten.

Most important facts

  • //Feldübersetzung und Ordnerübersetzung sind zwei Modelle für mehrsprachige Inhalte, viele Konzerne kombinieren beide.
  • //Maschinelle Vorübersetzung spart Zeit, freigeben sollte sie immer eine Person mit Sprach- und Fachkenntnis.
  • //Länderseiten verbinden gemeinsame Inhalte der Zentrale mit lokalen Inhalten der Landesgesellschaft.
  • //Rollen und Freigabe-Workflows legen fest, wer welche Inhalte bearbeiten und veröffentlichen darf.
  • //Ein Komponenten-Baukasten hält das Corporate Design einheitlich, auch wenn viele Personen Inhalte pflegen.

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Sprachen im System

Eine Seite übersetzen oder für jedes Land eine eigene bauen?

Für mehrsprachige Inhalte gibt es zwei Grundmodelle. Bei der Feldübersetzung hat jede Seite eine gemeinsame Struktur, übersetzt werden nur die einzelnen Textfelder. Aufbau, Bilder und die Reihenfolge der Elemente sind in allen Sprachen gleich.

Bei der Ordnerübersetzung bekommt jede Sprache oder jedes Land einen eigenen Ordner mit eigenen Seiten. Diese Seiten dürfen anders aufgebaut sein, zusätzliche Abschnitte haben oder in einem Land ganz fehlen.

Für Produktseiten oder Unternehmensinformationen, die in jedem Land gleich aussehen sollen, reicht die Feldübersetzung meist aus. Will ein Land eigene Ansprechpartner zeigen oder ein Angebot, das es anderswo nicht gibt, kommt man mit eigenen Ordnern leichter ans Ziel.

In der Praxis kombinieren viele Konzerne beide Modelle. Die gemeinsame Basis läuft über Feldübersetzung, länderspezifische Bereiche bekommen eigene Ordner. Welche Mischung passt, sollte feststehen, bevor die ersten Seiten angelegt werden.

Die zweite Grundsatzfrage betrifft den Übersetzungsworkflow, also den Weg, auf dem ein neuer oder geänderter Inhalt von der Ausgangssprache in alle Zielsprachen kommt. Dazu gehört, wer eine Übersetzung anstößt, wer übersetzt und wer das Ergebnis prüft.

Maschinelle Vorübersetzung ist in vielen CMS direkt verfügbar oder über Erweiterungen anbindbar und liefert schnell einen ersten Entwurf. Fachbegriffe, Produktbezeichnungen und Tonalität sollte trotzdem jemand mit Sprach- und Fachkenntnis prüfen, bevor der Text online geht. Wie ein Dichtungsring auf Polnisch richtig heißt, weiß die Kollegin in der polnischen Niederlassung besser als jede Software.

Im typischen Ablauf erstellt oder ändert die Zentrale den Inhalt in der Ausgangssprache, und das System erzeugt daraus eine maschinelle Vorübersetzung für die Zielsprachen. Die Redaktion im jeweiligen Land prüft und korrigiert den Entwurf. Erst nach ihrer Freigabe geht die Sprachversion online.

Wer mit einem externen Übersetzungsdienstleister arbeitet, kann auch diesen anbinden. Er erhält die Inhalte direkt aus dem CMS und spielt die Übersetzung dorthin zurück, das Hin- und Herschicken von Dateien entfällt.

Arbeitsteilung zwischen Zentrale und Ländern

Wer im Konzern was übernimmt

Icon: Zentrale

Zentrale

Verantwortet Markenauftritt, Komponenten-Baukasten und gemeinsame Inhalte wie Produkte und Unternehmensinformationen. Legt Rollen, Rechte und Freigaberegeln fest.

Icon: Landesgesellschaft mit Standort

Landesgesellschaft

Pflegt lokale Inhalte wie Ansprechpartner, Veranstaltungen, Referenzen und Neuigkeiten aus dem Land. Entscheidet, wo gemeinsame Inhalte lokal ergänzt werden.

Icon: Redaktion und Übersetzung

Redaktion

Erstellt und übersetzt Inhalte, prüft maschinelle Vorübersetzungen und reicht Seiten zur Freigabe ein. Arbeitet mit den Komponenten, die der Baukasten vorgibt.

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Länderseiten

Warum die Länderseite nicht bei null anfängt

Eine Länderseite muss nicht komplett eigenständig sein. Meist besteht sie aus Inhalten, die die Zentrale pflegt und in allen Ländern ausspielt, und aus Bereichen, die nur das jeweilige Land betreffen.

Die Produktbeschreibung kommt dann von der Zentrale und wird übersetzt. Ansprechpartner, Lieferbedingungen und lokale Referenzen pflegt die Landesgesellschaft selbst. Ändert die Zentrale die Produktbeschreibung, ist die Änderung in allen Ländern sichtbar, sobald die jeweilige Übersetzung freigegeben ist.

Technisch lösen viele Headless-CMS das über wiederverwendbare Inhaltsbausteine, auf die mehrere Seiten verweisen. Der Baustein wird einmal gepflegt und an vielen Stellen angezeigt.

Pflegen Leute in mehreren Ländern dieselbe Website, franst der Auftritt ohne klare Vorgaben schnell aus. Deshalb arbeiten solche Plattformen mit einem Komponenten-Baukasten. Die Redaktion baut Seiten aus vorgefertigten Bausteinen wie Textabschnitten, Bildergalerien, Infokarten oder Formularen. Farben, Schriften und Abstände stecken in den Komponenten und lassen sich nicht frei verstellen.

Die Zentrale gibt den Rahmen vor, die Länder füllen ihn mit lokalem Wissen.

Freiheit haben die Länder trotzdem. Sie wählen die Bausteine aus, kombinieren sie und pflegen die Inhalte selbst. Die Tochter in Polen kann eine eigene Landingpage für eine lokale Messe oder Kampagne bauen, ohne dass dafür eine Agentur oder die IT eingreifen muss.

Welche Komponenten allen zur Verfügung stehen, entscheidet die Zentrale. Meldet ein Land einen neuen Bedarf, wandert der passende Baustein in den Baukasten und steht danach allen Ländern offen.

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Rollen und Freigaben

Wer bearbeitet, wer gibt frei?

Rollen legen fest, welche Bereiche eine Person sehen und bearbeiten darf. In Storyblok lassen sich Rechte über eigene Rollen einschränken, zum Beispiel auf bestimmte Ordner, Sprachen oder Inhaltstypen. Die Redakteurin in Polen bearbeitet dann die polnischen Inhalte, ohne versehentlich die deutsche Seite zu ändern.

Freigabe-Workflows ergänzen die Rollen. Ein Workflow besteht aus Stufen wie Entwurf, Prüfung und Freigabe. Je nach Einrichtung lässt sich festlegen, dass ein Inhalt erst in der letzten Stufe veröffentlicht werden darf und wer ihn jeweils eine Stufe weiterschieben kann. Welche Funktionen Ihr Storyblok-Vertrag enthält, klären wir gemeinsam vor dem Start.

Neben der Technik braucht es ein paar organisatorische Antworten, bevor die erste Landesgesellschaft loslegt. Dürfen die Länder selbst veröffentlichen, oder gibt die Zentrale frei? Wer prüft maschinelle Übersetzungen fachlich? Gibt es Inhalte wie rechtliche Texte, die nur die Zentrale ändern darf? Und wer springt ein, wenn die zuständige Person im Urlaub ist?

Wer diese Punkte vorher klärt, kann Rollen und Workflows gleich passend einrichten und muss sie nicht nach den ersten Pannen umbauen.

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Zum Weiterleiten

Die Kurzfassung für Ihre Kollegen

Für Redaktion und Landesgesellschaften, zum Übernehmen in die nächste Mail:

  • Mit der DXP pflegen wir gemeinsame Inhalte einmal in der Zentrale und übersetzen sie in alle Sprachen.

  • Maschinelle Vorübersetzungen prüft vor der Veröffentlichung immer jemand aus dem jeweiligen Land.

  • Jede Landesgesellschaft pflegt ihre lokalen Inhalte wie Ansprechpartner und Referenzen selbst.

  • Rollen und Freigabe-Workflows regeln, wer was bearbeiten und veröffentlichen darf.

  • Der Komponenten-Baukasten sorgt dafür, dass alle Seiten im Corporate Design bleiben.

Zum Weiterleiten an Redaktion und Landesgesellschaften

Checkliste mehrsprachige DXP

Die Checkliste sammelt die Fragen, die vor dem Aufbau einer mehrsprachigen DXP mit mehreren Standorten geklärt sein sollten. Damit einigen sich Zentrale und Länder auf Übersetzungsmodell, Übersetzungsworkflow, Rollen, Freigaben und Arbeitsteilung. Als PDF zum Weitergeben.

DXP von Werbeberg

Eine Plattform für alle Länder

Wie Werbeberg mehrsprachige DXP-Projekte auf Basis von Storyblok umsetzt, lesen Sie auf unserer Lösungsseite.

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Sie planen einen Website-Auftritt für mehrere Länder und Sprachen? Im Erstgespräch klären wir, wie Übersetzungen, Rollen und Freigaben bei Ihnen aufgebaut sein können.

Werbeberg ist seit 2017 Storyblok Certified Partner. Mit Markus Geilehner arbeitet ein Storyblok MVP in unserem Team.

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Werbeberg ist seit 2017 Storyblok Certified Partner. Mit Markus Geilehner arbeitet ein Storyblok MVP in unserem Team.

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